Hungertücher sind seit Jahrzehnten zentraler Bestandteil der Fastenaktionen und beleben eine alte Tradition.
An den tausend Jahre alten Brauch, vor Ostern den Altarraum der Kirche mit einem Hungertuch zu verhängen, erinnert noch die Redewendung „am Hungertuch nagen“. Oft waren die Tücher mit Bildern aus der Leidensgeschichte Jesu bestickt. Weil die grossen Hungertücher aus mehreren Teilen zusammengenäht wurden, entstand zunächst die Wendung „am Hungertuch nähen“. Als der Brauch in Vergessenheit geriet, verwandelte sich das „Nähen“ jedoch zum „Nagen“. Dieses Wort war mit „Hunger“ leichter in Verbindung zu bringen.
Während der letzten Jahrzehnte ist das Hungertuch in den Kirchen wieder zu einem festen Bestandteil geworden, um uns in der Fastenzeit mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinander zu setzen. Im Zwei-Jahres-Rhythmus ändert das Sujet.
Im Laufe der Jahre haben sich bei uns in den Schränken etliche Hungertücher angesammelt. Grosse und kleine, die ihren primären Sinn erfüllt haben, aber Qualität und somit eine Chance auf ein zweites Leben hätten. So entstand die Idee, aus den robusten Stofftüchern praktische Einkaufstaschen zu nähen.
Wir fragen uns, ob es Menschen auf unserem Pfarreigebiet gibt, die gerne nähen und Zeit und Freude daran hätten, eines oder mehrere Tücher zu verarbeiten. Wir würden diese am nächsten Suppenzmittag, im März 2024, zugunsten der Fastenaktion zu einem fairen Preis verkaufen.
Bitte melden Sie sich bis zum Ende der Sommerferien (20.8.) bei uns im Pfarreisekretariat: 044 940 89 57 oder kathpfarramt@pfarrei-greifensee.ch. Herzlichen Dank.