Es provoziert, wenn man und frau sich auf die biblischen Erzählungen der Kar- und Ostertage einlässt: Jesu Abschied von seinen Nächsten, sein Leiden und sein Tod – da lassen sich zahlreiche Bezüge zu unserer Zeit und Welt herstellen, aber dann: Auferstehung?! Den Sieg des Lebens über den Tod feiern? Das geht kaum zusammen mit unseren Erfahrungen: Kriege, Krisen, gesellschaftliche und politische Verhärtungen in allen Erdteilen. Von Lebendigkeit und Zuversicht für die Zukunft ist wenig zu spüren, stattdessen viel Resignation und verschüttete Hoffnungen in der Gegenwart.
Ist es vor diesem Hintergrund vertretbar, die christliche Osterbotschaft zu verkünden und zu feiern? Sollen wir es nicht bei einem fröhlichen Familientag mit Eiersuche und anderem österlichem Brauchtum belassen? Eine Auszeit im Alltag, die auch ohne religiöse Aufladung ihren Wert hat.
Weil wir an die Wandlung des Menschen glauben. Weil wir auf einen Neuanfang hoffen. Weil wir die Kraft aus der Liebe für stärker halten als den Egoismus. Und weil wir glauben, dass es eine Wirkung für uns und für die Welt hat, wenn wir uns dafür Raum und Zeit nehmen.
Wider die Resignation feiern wir Ostern – im Vertrauen, dass darin etwas von dem, worauf wir hoffen, bereits Wirklichkeit ist. Klein und Gross sind herzlich eingeladen, Teil davon zu sein und mit uns im Landenberghaus zu feiern: